Tag 3 - jaaaa, Tschakaaaaa heute lauf ich 35km wie ein junger Gott.
Ok nachdem ich aufwachte - um halb sechs, meine Rentner gehen auf die Pirsch - zwickte immer noch alles. Leider auch das Kreuz.
Die zwei sind wie eine Maschine, im immer seben Rythmus...nix für mich...wo ist der Kaffee........
Zum Glück habe ich (noch) keine Blasen aber deutlich gereizte Stellen. Sicherheitshalber kommen jetzt schon die Blasenpflaster und viel Creme zum Einsatz.
Um 7 war ich fertig. Spüli gabs immer noch keines und auch nicht das angepriesene Frühstück. Also auf in den nächsten Ort - in 6 km.
Der Weg war extrem. Die Kreuzschmerzen heftig und das rechte Knie macht Probleme. Ich merke jedes Gramm des 13kg Rucksacks. Der Weg hierher hatte mehr was von schlürfen als von gehen. Mal sehen wie weit ich heute so noch komme. Ausgerechnet im Hohlkreuz macht der Rücken seit gestern Morgen ärger. Vorhin habe ich noch ein paar deutsche kennengelernt aus Erding - die Therme lässt grüßen ^^
Jetzt sitz ich hier schon seit einer h im Kaffee. Die Pilger kommen, schauen mich an als wäre ich bekloppt und gehen nach einem schnellen Frühstück wieder.
Ok ich bin definitiv der einzige weit und breit mit mehr als 100kg auf den Rippen. Eventuell hats auch damit zu tun, das die vermnutlich noch nie eine Pilger gesehen haben der eine Tastatur dabei hat und im Kaffe sitzt und Tippt.
Aber im ernst, das ist jetzt für mich Urlaub und Entspannung pur. Im Kaffee sitzen und etwas tun woran man Spaß hat. Und ja ich bin Technik bekloppt ^^
Montag, 25. Mai 2015
Tag 2 - Der Tag
Um halb vier war ich dann endlich in Santo Domingo de la Calzada.
So gut die Busstationen ausgebaut sind, so praktisch wäre es gewesen auf den elekonischen Anzeigen die Fahrpläne von Wochenfahrplan auf Sonntagsfahrplan zu ändern.
Aber es war toll wieder da zu sein. Lauter Dejavüs. Direkt fand ich die Bank wieder auf der ich das letzte mal so graziös wie ein Wasserbüffel zusammenbrach und Mitten in der Fussgängerzone erst einmal ein Nickerchen hielt.
Auch die Bar in der ich meinen letzten Knuppen hatte wurde sofort wiedererkannt.
So gut die Busstationen ausgebaut sind, so praktisch wäre es gewesen auf den elekonischen Anzeigen die Fahrpläne von Wochenfahrplan auf Sonntagsfahrplan zu ändern.
Aber es war toll wieder da zu sein. Lauter Dejavüs. Direkt fand ich die Bank wieder auf der ich das letzte mal so graziös wie ein Wasserbüffel zusammenbrach und Mitten in der Fussgängerzone erst einmal ein Nickerchen hielt.
Auch die Bar in der ich meinen letzten Knuppen hatte wurde sofort wiedererkannt.
Los gings. Leider hatte ich immer noch Kreuzschmerzen, die sich gleich bemerkbar machten. Die letzte Nacht war wohl nicht so dolle - und Nein ich hab nur geschlafen......
Die ersten Kilometer gingen auch entsprechend schwerfälig. Alles hat gekniffen und gemosert. Jeder der Sport macht kennt das, wenn die ersten Minuten erst einmal alles rebelliert im Körper und tausend wehwehchen sich melden. Gedanken, wie bescheuert man doch eigentlich sein muss. Eine Strecke die ich eben nit dem Bus in 3 min gefahren bin, zu Fuss ub 1h abzquälen.....das übliche halt.
Nach 1h war dann die erste Pause. Danach gings es etwas besser, nachdem sich die Muskulatur notgedrungen seinem Schiksal ergab und die Widerstände einstellte.
Trotzdem nach 8 km qualmten schon die Socken. Die Strategie heist diesmal viel eincremen und öfter mal die Schuhe ausziehen. Am liebsten hätte ich es jetzt schon sein lassen und wäre eingekehrt.
Jetzt merkt man erst einmal wie sehr man noch durch den Alltag gprägt ist und alles andere als abgeschaltet hat. 8km sind zu wenig. Ich blamier mich, vor allen und vor allem vor mir selbst. Das muss mindestens zweistellig sein als Untergrenze, es gibt ein Ziel und den Bonus will man auch noch. Erinnert mich dann doch an meinen Job.....
Als Tagesziel hatte ich mir 15km min gesteckt, Idealerweise bis Villariba oder gar bis Villabacho, weil da soll es eine günstige private Herberge geben mit Abendessen.
Nach 12 km qualmten die Socken richtig. Sollte ich jemals wieder den Spruch prägen "Tagesetappen von 25k gehen ja noch" möge man mich auf der Stelle erschlagen.
Nach einer Pause gings dann weiter. Immer mit der Gedankenwelt "Nur noch 2 km, bald bist du in Villa sowieso. Jetzt wurde es richtig anstrengend. Hier merkt man, das dies kein Spaziergang sondern sportliche Höchstleistung ist.
KM 15 Villa Rio del Roja der kurz Villariba
Die Herberge hier war nicht sehr einladend. Es ist mittlerweile knapp 7 Uhr. Die Füsse sagen genug und der Rest des Körpers stimmt freudig im Chor ein. Noch 3km bis Villabacho. Jetzt fangen die Qualen an.
Wenn man dann do ein Blick hat....
Schee....ewige weite Sicht und was sieht man.....nix.....das motiviert, von wegen 3km. Grmmml.
Man merkt auch wie azyklisch und assynchron ich gerade laufe. Ich habe nicht einen Pilger gesehen die letzten Stunden. Die letzten kamen wohl gegen Nachmittag am Ziel an und vereinzelt sah ich einen in Badelatschen im Kaffee sitzen und mich mittleidig anschauen.
KM 18 Ankunft Villamayor del Rio - kurz Villabacho um 20:20. Die Socken stehen in Flammen und alles tut weh.
Spülmittel hab ich hier keines bekommen und Leider auch kein Essen mehr. Zum Glück bekam ich wenigsten noch ein Sandwich und ein Bett. Wenn man überlegt, das das Bett 5 Euro kostet und das Sandwich 3.......
Das 8 Bettzimmr teilte ich zumn Glück nur mit 2 deutschen. Die Rentner Gerhard und Wolfgang aus Saarbrücken, mit denen ich mich noch eine Weile unterhielt.
Unter anderem erzählten Sie mir das Sie heute bei km 32 hier im Niemansland abbrachen, das Sie fertig waren......nach km 32 ..grml....
Gegen neun lag ich wie abgeschossen im Bett.....
https://www.runtastic.com/de/benutzer/tim-mobus/sportaktivitaeten#single_year_2015,month_05
Probier mal den Link.
Die Herberge hier war nicht sehr einladend. Es ist mittlerweile knapp 7 Uhr. Die Füsse sagen genug und der Rest des Körpers stimmt freudig im Chor ein. Noch 3km bis Villabacho. Jetzt fangen die Qualen an.
Wenn man dann do ein Blick hat....
Schee....ewige weite Sicht und was sieht man.....nix.....das motiviert, von wegen 3km. Grmmml.
Man merkt auch wie azyklisch und assynchron ich gerade laufe. Ich habe nicht einen Pilger gesehen die letzten Stunden. Die letzten kamen wohl gegen Nachmittag am Ziel an und vereinzelt sah ich einen in Badelatschen im Kaffee sitzen und mich mittleidig anschauen.
KM 18 Ankunft Villamayor del Rio - kurz Villabacho um 20:20. Die Socken stehen in Flammen und alles tut weh.
Spülmittel hab ich hier keines bekommen und Leider auch kein Essen mehr. Zum Glück bekam ich wenigsten noch ein Sandwich und ein Bett. Wenn man überlegt, das das Bett 5 Euro kostet und das Sandwich 3.......
Das 8 Bettzimmr teilte ich zumn Glück nur mit 2 deutschen. Die Rentner Gerhard und Wolfgang aus Saarbrücken, mit denen ich mich noch eine Weile unterhielt.
Unter anderem erzählten Sie mir das Sie heute bei km 32 hier im Niemansland abbrachen, das Sie fertig waren......nach km 32 ..grml....
Gegen neun lag ich wie abgeschossen im Bett.....
https://www.runtastic.com/de/benutzer/tim-mobus/sportaktivitaeten#single_year_2015,month_05
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Sonntag, 24. Mai 2015
Tag 2 - Burgos
11:00 Burgos
Kaum da und sofort wieder zurecht gefunden. Es ist als wäre ich nie weg gewesen. Lediglich die müden Knochen fragen zwischendurch an, ob Sie was nicht mitbekommen hätten und kneifen noch.
Ich war kurz davor hier schon zu starten, da ich quasi auf dem camino stehe. Der Bus zurück nach santo domingo fährt erst um 1, so das ich wohl erst gegen halb drei starte. Die beiden Etappen die dann Folgen sind 53km. In 2 Tagen kein Thema aber in 1 1/4..... Von hier könnte ich eine volle laufen.
Auf der anderen Seite weiß ich, das ich mich immer daran Stören werde, wenn ich auch nur eine Etappe auslasse. Irgendwie hat das dann was unvollendetes.
Außerdem hat's da noch die vielen coolen kleinen Kaffees die mich wieder in Ihrem Bann haben und die Wartezeit versüssen.
An der spanischen Infrastruktur können wir uns oft eine Scheibe abschneiden. Während wir einen Gesetzentwurf zu WiFi haben, gibt's das hier überall kostenfrei ohne Anmeldung. Selbst im Bus.
Die Stadtreinigung hält selbst Sonntags alles sauber.
Fernbusse haben wir seit 1 Jahr, hier gibt's ein ganzes Netz mit riesigen überdachten Stationen.
Die Kaffee und Barkultur mit der gepaarten Ruhe und Gelassenheit sucht eh seines gleichen.
Im Moment kann ich mir gar nicht vorstellen irgendwelche sportlichen Leistungen zu vollbringen. Der Kaffee ist unbeschreiblich gut, draussen nur 12 Grad......
Also mache ich jetzt mit dem weiter , womit ich letztes Jahr aufhörte und das kleine Pilger immer noch am besten können.....
Kaum da und sofort wieder zurecht gefunden. Es ist als wäre ich nie weg gewesen. Lediglich die müden Knochen fragen zwischendurch an, ob Sie was nicht mitbekommen hätten und kneifen noch.
Ich war kurz davor hier schon zu starten, da ich quasi auf dem camino stehe. Der Bus zurück nach santo domingo fährt erst um 1, so das ich wohl erst gegen halb drei starte. Die beiden Etappen die dann Folgen sind 53km. In 2 Tagen kein Thema aber in 1 1/4..... Von hier könnte ich eine volle laufen.
Auf der anderen Seite weiß ich, das ich mich immer daran Stören werde, wenn ich auch nur eine Etappe auslasse. Irgendwie hat das dann was unvollendetes.
Außerdem hat's da noch die vielen coolen kleinen Kaffees die mich wieder in Ihrem Bann haben und die Wartezeit versüssen.
An der spanischen Infrastruktur können wir uns oft eine Scheibe abschneiden. Während wir einen Gesetzentwurf zu WiFi haben, gibt's das hier überall kostenfrei ohne Anmeldung. Selbst im Bus.
Die Stadtreinigung hält selbst Sonntags alles sauber.
Fernbusse haben wir seit 1 Jahr, hier gibt's ein ganzes Netz mit riesigen überdachten Stationen.
Die Kaffee und Barkultur mit der gepaarten Ruhe und Gelassenheit sucht eh seines gleichen.
Im Moment kann ich mir gar nicht vorstellen irgendwelche sportlichen Leistungen zu vollbringen. Der Kaffee ist unbeschreiblich gut, draussen nur 12 Grad......
Also mache ich jetzt mit dem weiter , womit ich letztes Jahr aufhörte und das kleine Pilger immer noch am besten können.....
Tag 2 - Aufbruch
Sonntag morgen Santander.
Aufstehen um 6. Brrrrrrrrrr
Zum Bahnhof um 7. Busabfahrt um 8. Ein Glück das ich die Tickets schon habe. Hier ist kein Mensch. Zum Glück hat der Bäcker schon auf. Dafür sind die Unterirdischen Busbahnhöfe schon gut gemacht.
Aufstehen um 6. Brrrrrrrrrr
Zum Bahnhof um 7. Busabfahrt um 8. Ein Glück das ich die Tickets schon habe. Hier ist kein Mensch. Zum Glück hat der Bäcker schon auf. Dafür sind die Unterirdischen Busbahnhöfe schon gut gemacht.
Es ist schon interessant morgens die Leute zu beobachten.
Da rennt eine verzweifelte Pilgerin umher auf der Suche nach dem Bahnhof. Dabei steht Sie genau davor.......
Ob die wohl jemals ankommt ?
Oder, der "Businessman" mit Rolli, der eine Öffentliche Waage entdeckt hat und diese nach rund 10x Wiegen, für defekt erklärte. Interessanterweise hat er sich dann erst mal umgezogen. Vermutlich was leichteres....
Da ist Christine aus Gau Algesheim, die Ihre Freundin in Burhos trifft und nur eine Woche wandert. Interessant war als Sie erklärte , das Ihre Freundin Schienbein Probleme hat und auf der letzten Etappe vor Burgos abbrach weil Sie für 7km volle 2h brauchte. Ich packe in Höchstform nur 4,5km die Stunde. (inklusive Fotografien und Orientierung) .... Auweia.....
Da ist Christine aus Gau Algesheim, die Ihre Freundin in Burhos trifft und nur eine Woche wandert. Interessant war als Sie erklärte , das Ihre Freundin Schienbein Probleme hat und auf der letzten Etappe vor Burgos abbrach weil Sie für 7km volle 2h brauchte. Ich packe in Höchstform nur 4,5km die Stunde. (inklusive Fotografien und Orientierung) .... Auweia.....
Da sitz ich nun mit meinem Mini Rucksack. Die Schultern und das Kreuz haben auf den 500m von der Pension zum Busbahnhof gleich gemault, das Sie wieder ins Bett wollen. Die Hüfte hat überdeutlich ebenfalls jede Form von Gewicht abgelehnt.
Mal schauen wie der Tag wird....
Auf jeden Fall ist schon mal gut das Christine im Bus gleich den Platz vor mir hat. 3h Busfahrt werden doch schnell langweilig.
Auf jeden Fall ist schon mal gut das Christine im Bus gleich den Platz vor mir hat. 3h Busfahrt werden doch schnell langweilig.
Freitag, 22. Mai 2015
Tag 1 - Samstag 23.5 - Anreise
17:00 Flughafen Hahn
Der camino hat mich wieder. Schneller als ich es selbst glauben kann. Offenbar bin ich schon da.
Meine erste Etappe führte mich in Hahn vom Parkplatz zum Abflug B. Kaum hatte ich mit meinem Minirucksack das Terminal betreten, ging plötzlich ein Mann neben mir, der fragte wohin ich fliege und wo ich starte. Obwohl nicht seine Richtung, ging er mit und erzählte mir, das er am 1.6 in Saarbrücken auf eine 2300km Tour nach Santiago startet. 4 1/2 Monate. 10 Min. später verabschiedete er sich mit einem freundlichen "bon camino" wieder.
Mein erstes auf der Reise und das auf dem Hahn.....
Spanien, ich komme ......
Dank an Klaus und seinen Gesangsverein :)
21:00 Ankunft in Santander
Wie erwartet sind wieder viele Leute mit Rucksäcken unterwegs. Mit ein paar kam ich ins Gespräch und deren Ziele könnten unterschiedlicher nicht sein. Ein paar gehen die Nordroute, einige nach Pamplona, Leon und soweiter.
Aufällig ist, das mein Rucksack wieder der schwerste ist und vor allem der größte. Ein paar mit denen ich Sprach, hatten alle zwischen 8 und 10 kg ohne Wasser. Bei mir sinds 11,5 ohne und 12,5 mit.
Trotz allem wird das eine Herausforderung. Das Marschgewicht sind doch erschreckende 131 kg. Alleine 4,5 kg trage ich am Leibe. Dafür gehe ich Spanien im Moment noch so graziel wie noch nie zuvor.....noch.
Heute ist das letzte mal Luxus angesagt, in meinem Einbettzimme für 25 Euro.
Ab morgen gehts wieder in die Refugios. Morgen früh gehts um 8 los mit dem Bus nach Santander. Wenn ich eine Anschluss finde fahre ich zurück bis Santo Domingo del Calzada. Theoretisch sollte ich um 14:00 dort sein. Dann gehts auf die Piste und mal schauen wie weit ich komme.
Wie erwartet sind wieder viele Leute mit Rucksäcken unterwegs. Mit ein paar kam ich ins Gespräch und deren Ziele könnten unterschiedlicher nicht sein. Ein paar gehen die Nordroute, einige nach Pamplona, Leon und soweiter.
Aufällig ist, das mein Rucksack wieder der schwerste ist und vor allem der größte. Ein paar mit denen ich Sprach, hatten alle zwischen 8 und 10 kg ohne Wasser. Bei mir sinds 11,5 ohne und 12,5 mit.
Trotz allem wird das eine Herausforderung. Das Marschgewicht sind doch erschreckende 131 kg. Alleine 4,5 kg trage ich am Leibe. Dafür gehe ich Spanien im Moment noch so graziel wie noch nie zuvor.....noch.
Heute ist das letzte mal Luxus angesagt, in meinem Einbettzimme für 25 Euro.
Ab morgen gehts wieder in die Refugios. Morgen früh gehts um 8 los mit dem Bus nach Santander. Wenn ich eine Anschluss finde fahre ich zurück bis Santo Domingo del Calzada. Theoretisch sollte ich um 14:00 dort sein. Dann gehts auf die Piste und mal schauen wie weit ich komme.
Theoretisch sollten diesmal die genauen Routen unter
https://www.runtastic.com/de/benutzer/tim-mobus/dashboard
einsehbar sein. Vieleicht schreibt mir morgen Abend jemand mal in die Kommentare ob das geklappt hat.
Wer Rynair fliegt kennt das. Priority CheckIn ist geil :D
Aber argh eng und voll wars schon. Dafür war der Flug umso geiler.
W
Vorbereitungen
Als nunmehr erfahrener Pilger ist die Wiederholung natürlich Easy Going. Man weis was man braucht und was nicht und auf was man achten muss.
Zum Beispiel die Vorbereitung. Wie jeder gute Pilger habe ich von dem Zeitpunkt an, an dem ich mich entschloss den Weg wieder zu gehen, entschieden diesmal perfekt vorbereitet zu sein. So da wären :
Abnehmen um Gewicht einzuparen, tägliches Füsse eincremen, tägliches Krafttraining, an den Wochenenden 50km wandern um die Füsse auf die Belastung vorzubereiten und und und....
Wie bei jedem durchschnittlich gewissenhaften Pilger hat das auch perfekt geklappt. Mit eisernem Willen habe ich das Programm dann auch gnadenlos durchgezogen...........zumindest im Geiste^^
In der Praxis musste ich natürlich naturgemäß den ein oder anderen kleinen unbedeutsamen Abstrich hinnehmen. Immerhin war ich 2x insgesamt rund 24km wandern bin 70km Rad gefahren und hab 3 Kraftsport Einheiten hinter mich gebracht.... Was soll ich sagen - 6 Wochen Vorbereitung sind halt nun mal nicht viel.
Dafür war das inhaltlich Packe Easy going. Immerhin weis ich genau was das letzte mal passte und was weniger. und ich habe auch noch alles. Diesmal wird es zum Glück entsprechend günstiger. Wanderschuhe, Rucksack, Sandalen, Klamotten und so weiter - alles da.
Allerdings wenn ich mir die Bilder so anschaute, die alte Hose, das komische T-Shirt - man will ja schließlich auch ein wenig gut aussehen. Reicht schließlich wenn man bei den zu erwartenden all abendlichen Zusammenbrüchen die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht, dann muss das ja nicht auch den ganzen Tag über sein. 2 Tage später war ich 200 Euro ärmer und dafür eine paar Garnituren ultraleichter und schnelltrocknender Klamotten reicher.
Aber da war doch letztes mal noch was.......Ein gutes Messer braucht man dort dauernd und eine gute leichte Taschenlampe ist pflicht. Das tippen auf dem Handy war teils echt nervig, eine Tastatur wäre schön. Und ohne Hirschtalg, einen Lebensvorrat Blasenpflaster, Tape und mini Fläschchen an Toilettenartikel geht gar nix. Und die Socken, die waren doch letztens auch immer wieder ein Thema.
Weitere 200 Euro eine Erkenntnis ärmer........

Eine Woche vor Abflug war dann auf dem Küchentisch alles schön aufgereiht. Perfekt. Nur noch einpacken, dauert 1h, dann kannste in den Flieger. Dachte ich. Man ist ja nun schließlich ein erfahrener alter Hase
Das gute Gefühl zu Wissen, das der camino sich um dich kümmert und du dich um nix mehr selbst kümmern müsst beruhigte. Immerhin waren hin und Rückflug sowie das erste Hotel für die Übernachtung in Santander schon seit Wochen gebucht. Auch raubt die Arbeit und der Alltag meine ganze Aufmerksamkeit, so das eine innerliche Vorbereitung kaum statt fand.
Am Donnerstag spät Abend macht ich mir dann doch einmal Gedanken über das was da 48h später auf mich zukommt. Und es ging los. Hast du alles, Plötzlich fallen einem tausend Sachen ein die noch erledigt werden müsse, Sachen die fehlen. Hab ich genug Blasenpflaster, zu trinken, aufs HAndy muss noch Musik, wieviel wiegt eigentlich alles und sollte ich nicht vielleicht doch mal über eine Fahrkarte nach Burgos und Fahrplänen schauen ?. Was mach ich wenn Darmstadt 98 am Sonntag nicht aufsteigt ? Wie war das noch mal mit dem Hostel in Santander und wo war das ? Hey, ich bin doch jetzt eigentlich erfahren......und ups Rynair müsste ja auch noch eingecheckt werden und zu allem Überfluss ist mein Drucker defekt......
Ich war heilfroh, als mir heute meine Chefin trotz Abwesenheit kurzfristig einen zusätzlichen halben Tag Urlaub gewährte. Jetzt bin ich wieder die Ruhe und Gelassenheit selbst - Gott, ich muss auch noch zur Post und zum Zahnarzt und .........
Zuhause angekommen ging es an Packen. Was da auf dem Tisch lag, war dann doch der Wahnsinn. Geschätzte 20 kg.
Nach ewigen Ausmisten wurde es dann langsam. Die Rubriken Medikamente und Toilettenartikel halbierten sich auf das wirklich wesentliche und absolut essentiellste.

Vor allem beim Mundwasser Listerine (1Liter Flaschen) lies sich eine Menge sparen. Zum Glück hab ich das vorher gesehen und frühzeitig zwei kleine Plastik Fläschchen Wodka gekauft, deren inhaltliche Leerung ich mich hingebungsvoll und uneigennützig persönlich opferte.
Aber lecker wars scho :)

Was da plötzlich alles über war. Schon erstaunlich.
Dafür wiegt der Rucksack nun nur noch erstaunliche 11,1 kg ohne Wasserflasche und das obwohl ich mehr Kleidung dabei habe als letztes mal. Letztes mal hatte der rund 14kg ohne Wasser.
Auf der anderen Seite überlege ich, doch noch das ein oder andere einzupacken, wie z.B. die Wandersandalen, 2tes Handy, Haargel, Tablet.......
Zum Beispiel die Vorbereitung. Wie jeder gute Pilger habe ich von dem Zeitpunkt an, an dem ich mich entschloss den Weg wieder zu gehen, entschieden diesmal perfekt vorbereitet zu sein. So da wären :
Abnehmen um Gewicht einzuparen, tägliches Füsse eincremen, tägliches Krafttraining, an den Wochenenden 50km wandern um die Füsse auf die Belastung vorzubereiten und und und....
Wie bei jedem durchschnittlich gewissenhaften Pilger hat das auch perfekt geklappt. Mit eisernem Willen habe ich das Programm dann auch gnadenlos durchgezogen...........zumindest im Geiste^^
In der Praxis musste ich natürlich naturgemäß den ein oder anderen kleinen unbedeutsamen Abstrich hinnehmen. Immerhin war ich 2x insgesamt rund 24km wandern bin 70km Rad gefahren und hab 3 Kraftsport Einheiten hinter mich gebracht.... Was soll ich sagen - 6 Wochen Vorbereitung sind halt nun mal nicht viel.
Dafür war das inhaltlich Packe Easy going. Immerhin weis ich genau was das letzte mal passte und was weniger. und ich habe auch noch alles. Diesmal wird es zum Glück entsprechend günstiger. Wanderschuhe, Rucksack, Sandalen, Klamotten und so weiter - alles da.
Allerdings wenn ich mir die Bilder so anschaute, die alte Hose, das komische T-Shirt - man will ja schließlich auch ein wenig gut aussehen. Reicht schließlich wenn man bei den zu erwartenden all abendlichen Zusammenbrüchen die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht, dann muss das ja nicht auch den ganzen Tag über sein. 2 Tage später war ich 200 Euro ärmer und dafür eine paar Garnituren ultraleichter und schnelltrocknender Klamotten reicher.
Aber da war doch letztes mal noch was.......Ein gutes Messer braucht man dort dauernd und eine gute leichte Taschenlampe ist pflicht. Das tippen auf dem Handy war teils echt nervig, eine Tastatur wäre schön. Und ohne Hirschtalg, einen Lebensvorrat Blasenpflaster, Tape und mini Fläschchen an Toilettenartikel geht gar nix. Und die Socken, die waren doch letztens auch immer wieder ein Thema.
Weitere 200 Euro eine Erkenntnis ärmer........

Eine Woche vor Abflug war dann auf dem Küchentisch alles schön aufgereiht. Perfekt. Nur noch einpacken, dauert 1h, dann kannste in den Flieger. Dachte ich. Man ist ja nun schließlich ein erfahrener alter Hase
Das gute Gefühl zu Wissen, das der camino sich um dich kümmert und du dich um nix mehr selbst kümmern müsst beruhigte. Immerhin waren hin und Rückflug sowie das erste Hotel für die Übernachtung in Santander schon seit Wochen gebucht. Auch raubt die Arbeit und der Alltag meine ganze Aufmerksamkeit, so das eine innerliche Vorbereitung kaum statt fand.
Am Donnerstag spät Abend macht ich mir dann doch einmal Gedanken über das was da 48h später auf mich zukommt. Und es ging los. Hast du alles, Plötzlich fallen einem tausend Sachen ein die noch erledigt werden müsse, Sachen die fehlen. Hab ich genug Blasenpflaster, zu trinken, aufs HAndy muss noch Musik, wieviel wiegt eigentlich alles und sollte ich nicht vielleicht doch mal über eine Fahrkarte nach Burgos und Fahrplänen schauen ?. Was mach ich wenn Darmstadt 98 am Sonntag nicht aufsteigt ? Wie war das noch mal mit dem Hostel in Santander und wo war das ? Hey, ich bin doch jetzt eigentlich erfahren......und ups Rynair müsste ja auch noch eingecheckt werden und zu allem Überfluss ist mein Drucker defekt......
Ich war heilfroh, als mir heute meine Chefin trotz Abwesenheit kurzfristig einen zusätzlichen halben Tag Urlaub gewährte. Jetzt bin ich wieder die Ruhe und Gelassenheit selbst - Gott, ich muss auch noch zur Post und zum Zahnarzt und .........
Zuhause angekommen ging es an Packen. Was da auf dem Tisch lag, war dann doch der Wahnsinn. Geschätzte 20 kg.
Nach ewigen Ausmisten wurde es dann langsam. Die Rubriken Medikamente und Toilettenartikel halbierten sich auf das wirklich wesentliche und absolut essentiellste.

Vor allem beim Mundwasser Listerine (1Liter Flaschen) lies sich eine Menge sparen. Zum Glück hab ich das vorher gesehen und frühzeitig zwei kleine Plastik Fläschchen Wodka gekauft, deren inhaltliche Leerung ich mich hingebungsvoll und uneigennützig persönlich opferte.
Aber lecker wars scho :)

Was da plötzlich alles über war. Schon erstaunlich.
Dafür wiegt der Rucksack nun nur noch erstaunliche 11,1 kg ohne Wasserflasche und das obwohl ich mehr Kleidung dabei habe als letztes mal. Letztes mal hatte der rund 14kg ohne Wasser.
Auf der anderen Seite überlege ich, doch noch das ein oder andere einzupacken, wie z.B. die Wandersandalen, 2tes Handy, Haargel, Tablet.......
Donnerstag, 21. Mai 2015
Jacobsweg reloaded - Gedanken
Wieder einmal ist es soweit. Ein geplanter Urlaub, mit verlorenem Ziel und bevor man diesen auf der Couch verbringt, schwirren einem so einige verquere Gedanken im Kopf herum. Dazu zählen auch die Erinnerungen an das Leben als kleiner Pilger und plötzlich bekam der Wahnsinn neue Flügel. Noch eh ich mich versah und so recht kapierte, was ich da überhaupt tue, war der Flug auch schon gebucht. Das war Mitte April und der Trip also noch gaaaaaaanz weit weg.
Wer den Jakobsweg einmal gekostet hat, will ihn auch durchziehen. Rund 850km aus Frankreich. Wer wie ich schon die ersten rund 280km hinter sich gebracht hat, will nicht mehr aufgeben. Geplant sind wieder 2 Wochen mit ebenfalls 250-300 km. Den ganzen Weg werde ich also in 3 Etappen marschieren.
Immer wenn ich so darüber nachdenke das ich jetzt tatsächlich die zweite Etappe bestreiten werde, kommt irgendwie ein komisches Gefühl auf. Nicht die Strapazen die auf einen zukommen oder die Schmerzen. Nein. Es ist mehr das ungute Gefühl, mit bestreiten der zweiten Etappe, nur noch eine vor sich zu haben, bis man am Ziel ist und damit alles vorbei. Ideen wie Teiletappen von Deutschland aus zu laufen und es damit zu einer ewigen Reise werden zu lassen, sowie andere Hirngespinste tauchen plötzlich auf....und nein diesmal war kein Alkohol im Spiel :)
Natürlich kann man den Weg ein zweites und drittes mal gehen und die Routen variieren. Aber ist es dann wirklich das selbe ? Ist es dann nicht wie eine Wiederholung einer Wiederholung im Fernsehen ? Ich weis es nicht.
Verrückt ist, das ich den Drang verspüre es nicht enden lassen zu wollen. Trotz aller Strapazen und Entbehrungen. Meine idealen Urlaube bestanden bis dato immer aus Hotel, Strand und ganz wichtig einer Poolbar, sowie idealerweise einem ausgiebigen Spätaufsteher Frühstück. Presidentsclub ich komme :) Und um ehrlich zu sein, bin ich immer noch der bekennende Couchpotato und sportlich eher fauler Durchschnitt. Auch der Gedanke an die bevorstehende "Herausforderung" lässt mich nicht in Jubelstürme ausbrechen. Aber irgendetwas in mir treibt mich wieder auf den Weg, es ist fast wie ein Zwang, ohne wirklich bewusstes zutun, man tut es, plant es und macht es fest. Fast instinktiv. Die Magie die von diesem Weg ausgeht ist schon fast unheimlich. Oder liegt es einfach nur an mir ?
Zeit zu finden um zur Ruhe zu kommen, geistig unerledigtes aufzuarbeiten, neue Energie zu tanken, Entscheidungen zu finden ? Zugegeben da gibt es einiges.
Bewusst ist es für mich in erster Linie eine sportliche Herausforderung und ein Weg weiter abzunehmen. Ich habe in den letzten 8 Wochen rund 9 kg Gewicht verloren und starte jetzt ungefähr mit dem selben Gewicht, mit dem ich das letzte mal zurück kam. In diesen 2 Wochen verlor ich damals 5 kg. Man will sich attraktiver fühlen, Themen wie Beziehungen sicherer angehen, um vielleicht eines Tages mit der richtigen zusammen zu leben.
Aber was passiert schon wirklich bewusst - zumindest ist es ein netter Nebeneffekt.
Ich muss in Verbindung mit dem Jakobsweg in letzter Zeit oft an meine eigenen letzten Zeilen denken, die ich am Ende in Spanien schrieb.
"
Der camino ist das Abbild eines Lebens. Man hat viele Abzweigungen, Schmerzen und Hindernisse. Freud und Leid liegen dicht beieinander. Aber, wenn man seinem/dem Pfad folgt und nicht aufgibt, kommt man unweigerlich ans Ziel. Menschen treten in dein Leben, begleiten dich eine Weile und verschwinden wieder im.nichts. Freundschaften entstehen und vergehen. Manche halten über den camino hinaus. Ein Leben im Zeitraffer.
Was es heißt am Ende des Weges des Lebens anzukommen, kann ich nicht erfassen, genauso wenig wie das Ende der Reise auf dem camino. Ein jeder lässt etwas auf dem Weg zurück und findet neues. Eine Metamorphose beginnt.
Wie mag es sein den Weg zu beenden ?
Wie mag es sein Jahre später den Weg noch einmal zu gehen - ist es eine Wiedergeburt ? Die Seele entspannt, regeneriert und erneuert. Die Erneuerung beginnt in dem Moment in dem man den Pfad betritt.
Viele Menschen fragten mich, selbst schmerzgeplagt, "why the hell are we doing this". Warum tun wir uns das an. Ein jeder hier kennt die Antwort, für sich persönlich, individuell. Ich kenne meine Antwort.
"
Eine Quintessenz, eine Erkenntnis aus dem Marsch, sorgte letztendlich dafür das ich heute einen neuen Job habe und die Arbeit wieder anfängt Spaß zu machen. Auch diesmal gilt es wieder sich über einiges klar zu werden, persönliche Entscheidungen zu treffen oder getroffene mental zu festigen. Einen nächsten, neuen Schritt zu gehen...
Wer den Jakobsweg einmal gekostet hat, will ihn auch durchziehen. Rund 850km aus Frankreich. Wer wie ich schon die ersten rund 280km hinter sich gebracht hat, will nicht mehr aufgeben. Geplant sind wieder 2 Wochen mit ebenfalls 250-300 km. Den ganzen Weg werde ich also in 3 Etappen marschieren.
Immer wenn ich so darüber nachdenke das ich jetzt tatsächlich die zweite Etappe bestreiten werde, kommt irgendwie ein komisches Gefühl auf. Nicht die Strapazen die auf einen zukommen oder die Schmerzen. Nein. Es ist mehr das ungute Gefühl, mit bestreiten der zweiten Etappe, nur noch eine vor sich zu haben, bis man am Ziel ist und damit alles vorbei. Ideen wie Teiletappen von Deutschland aus zu laufen und es damit zu einer ewigen Reise werden zu lassen, sowie andere Hirngespinste tauchen plötzlich auf....und nein diesmal war kein Alkohol im Spiel :)
Natürlich kann man den Weg ein zweites und drittes mal gehen und die Routen variieren. Aber ist es dann wirklich das selbe ? Ist es dann nicht wie eine Wiederholung einer Wiederholung im Fernsehen ? Ich weis es nicht.
Verrückt ist, das ich den Drang verspüre es nicht enden lassen zu wollen. Trotz aller Strapazen und Entbehrungen. Meine idealen Urlaube bestanden bis dato immer aus Hotel, Strand und ganz wichtig einer Poolbar, sowie idealerweise einem ausgiebigen Spätaufsteher Frühstück. Presidentsclub ich komme :) Und um ehrlich zu sein, bin ich immer noch der bekennende Couchpotato und sportlich eher fauler Durchschnitt. Auch der Gedanke an die bevorstehende "Herausforderung" lässt mich nicht in Jubelstürme ausbrechen. Aber irgendetwas in mir treibt mich wieder auf den Weg, es ist fast wie ein Zwang, ohne wirklich bewusstes zutun, man tut es, plant es und macht es fest. Fast instinktiv. Die Magie die von diesem Weg ausgeht ist schon fast unheimlich. Oder liegt es einfach nur an mir ?
Zeit zu finden um zur Ruhe zu kommen, geistig unerledigtes aufzuarbeiten, neue Energie zu tanken, Entscheidungen zu finden ? Zugegeben da gibt es einiges.
Bewusst ist es für mich in erster Linie eine sportliche Herausforderung und ein Weg weiter abzunehmen. Ich habe in den letzten 8 Wochen rund 9 kg Gewicht verloren und starte jetzt ungefähr mit dem selben Gewicht, mit dem ich das letzte mal zurück kam. In diesen 2 Wochen verlor ich damals 5 kg. Man will sich attraktiver fühlen, Themen wie Beziehungen sicherer angehen, um vielleicht eines Tages mit der richtigen zusammen zu leben.
Aber was passiert schon wirklich bewusst - zumindest ist es ein netter Nebeneffekt.
Ich muss in Verbindung mit dem Jakobsweg in letzter Zeit oft an meine eigenen letzten Zeilen denken, die ich am Ende in Spanien schrieb.
"
Der camino ist das Abbild eines Lebens. Man hat viele Abzweigungen, Schmerzen und Hindernisse. Freud und Leid liegen dicht beieinander. Aber, wenn man seinem/dem Pfad folgt und nicht aufgibt, kommt man unweigerlich ans Ziel. Menschen treten in dein Leben, begleiten dich eine Weile und verschwinden wieder im.nichts. Freundschaften entstehen und vergehen. Manche halten über den camino hinaus. Ein Leben im Zeitraffer.
Was es heißt am Ende des Weges des Lebens anzukommen, kann ich nicht erfassen, genauso wenig wie das Ende der Reise auf dem camino. Ein jeder lässt etwas auf dem Weg zurück und findet neues. Eine Metamorphose beginnt.
Wie mag es sein den Weg zu beenden ?
Wie mag es sein Jahre später den Weg noch einmal zu gehen - ist es eine Wiedergeburt ? Die Seele entspannt, regeneriert und erneuert. Die Erneuerung beginnt in dem Moment in dem man den Pfad betritt.
Viele Menschen fragten mich, selbst schmerzgeplagt, "why the hell are we doing this". Warum tun wir uns das an. Ein jeder hier kennt die Antwort, für sich persönlich, individuell. Ich kenne meine Antwort.
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Eine Quintessenz, eine Erkenntnis aus dem Marsch, sorgte letztendlich dafür das ich heute einen neuen Job habe und die Arbeit wieder anfängt Spaß zu machen. Auch diesmal gilt es wieder sich über einiges klar zu werden, persönliche Entscheidungen zu treffen oder getroffene mental zu festigen. Einen nächsten, neuen Schritt zu gehen...
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